Neue Musik für Rojava

Rojava hat grossartige, musikalische Unterstützung aus Bern erhalten! Sophie, Pit, Greis und Migo haben zusammen mit der kurdischen Musikgruppe Vengê Destar den Song Rojava aufgenommen und ein wunderschönes Video dazu produziert.

Hol dir den Song auf Bandcamp und wähle deinen Spendebetrag – Alle Einnahmen werden direkt an Heyva Sor â Kurdistane überwiesen, welche vor Ort Nothilfe leisten: https://chaostruppe.bandcamp.com/trac…

In Rojava/Nordsyrien ist eine Revolution im Gange. Auf Basis der Gleichberechtigung von Geschlechtern und Kulturen wird ein neues ökologisches und demokratisches System aufgebaut. Nachdem der sogenannte IS mit massgeblicher Unterstützung der selbstorganisierten Bevölkerung Rojavas erfolgreich zurückgedrängt wurde, greift nun die Türkei Rojava an. Gemeinsam mit dschihadistischen Söldnern richtet die türkische Armee ein Massaker an, mit dem Ziel, die Revolution zu zerschlagen. Lassen wir dies nicht zu! Insbesondere die Zivilbevölkerung leidet unter der Invasion. Zehntausende wurden vertrieben, verletzt oder getötet.

Mit einer Spende an den Verein Perspektiven Bauen / Heyva Sor â Kurdistane kannst du die medizinische Versorgung unterstützen.
Kontonummer: PC 89-293226-4
Solidarität mit Rojava
Postfach 5055 3001 Bern
IBAN: CH66 0900 0000 8929 3226 4
BIC: POFICHBEXXX BIJÎ BERXWEDANA ROJAVA

Rojava und der Angriff der Türkei auf Syrien

Seit Beginn des Teilrückzugs der US-Armee aus Syrien und der „Operation Friedensquelle“ am 9. Oktober hat die Türkei einen 120 Kilometer langes und über 30km breites Territorium mit den beiden Städten Tal Abyad und Sere Kaniye besetzt und damit die Syrischen Demokratischen Kräfte gezwungen sich auf einen Deal mit Russland und dem syrischen Regime einzulassen, der eine Rückkehr der syrischen Armee an die Grenze und die Übernahme militärischer Stellungen durch die Russische Armee inkludiert. Nach dem Verlust von Afrin 2018 steht nun auch der Rest der Selbstverwaltung Nordsyriens unter massivem Druck. über 200.000 Menschen sind erneut auf der Flucht und selbst ein von Russland mit der Türkei ausverhandelter Waffenstillstand hat nicht zur Einstellung türkischer Angriffe auf die christlich dominierte Stadt Tal Tamar geführt.

Was steht mit der Bedrohung der Selbstverwaltung auf dem Spiel und wie kann zumindest ein Teil der Autonomie Nord- und Ostsyriens bewahrt werden? Dazu spricht der Politikwissenschafter Thomas Schmidinger von der Universität Wien, der in den letzten Jahren regelmäßig Feldforschung in der Region betreibt und mehrere Bücher und Artikel zu den Kurd*innen in Nordsyrien veröffentlich hat.

Das Projekt „Schule für Kobane“ steht kurz vor einem erfolgreichen Abschluss. Nach rund 1.5 Jahren Planungs- und Bauzeit steht in Kobane nun eine neue Schule! Voraussichtlich kann sie im September offiziell eröffnet werden, so dass möglichst bald viele Kinder darin Bildung erhalten können!
Dank den fleissigen Arbeiter*innen vor Ort und dem arbeitssamen Ingenieur in Bern, konnte dieses Projekt so schnell realisiert werden. Wir als Verein Perspektiven Bauen durften dieses Projekt begleiten und dafür Geld sammeln. Diese Aufgabe machten wir mit Freude und uns macht es stolz, dass wir ein Teil davon sein dürfen! Mittlerweile konnte genügend Geld gesammelt werden um die Schule fertigzustellen. Dies war wiederum nur möglich dank eurer tatkräftigen Unterstützung und den Spenden vieler Einzelpersonen! Danke an alle mitwirkenden Vereine und natürlich an alle Unterstützer*innen aus Bern:

Weiterhin werden wir für Rojava Geld sammeln. Wir werden für Instandhaltungsarbeiten einiges an Geld auf die Seite legen, danach werden wir neue Projekte aufgleisen und/oder unterstützen. Wenn ihr mithelfen wollt oder Geld spenden wollt, sind wir nach wie vor sehr froh darüber!

Afrin Aktionstag – Demo in Bern

Erdogan setzt seinen Kriegskurs auch nach der völkerrechtswidrigen Eroberung Afrins weiter. Durch die von ihm vorverschobenen Wahlen und der sehr schlechten wirtschaftlichen Lage der Türkei gerät er zusätzlich unter Druck. Als Reaktion darauf versucht er mit aller Härte die nationale Einheit zu befriedigen, er setzt auf Krieg um die Bevölkeurng der Türkei hinter sich zu bringen. Machen wir ihm international einen Strich durch die Rechnung!

Unsere Solidarität gilt den politischen Gefangenen in den türkischen Knästen, gilt der Frauenbewegung welche sich nicht Einschüchtern lässt, gilt der Guerrilla in den Bergen und in Afrin, gilt den Abgeordneten der HDP, gilt der Bevölkerung welche sich tagtäglich unter dem Diktator organisiert!

Stopp Erdogan! Nie wieder Faschismus!

Neuer Film – Roza

Ein neuer und wunderschöner Film aus dem Land zwischen den zwei Flüssen. Der Film zeigt eindrücklich die Vielfalt der Bewegung, ist nahe an den Menschen und bringt einem das Leben in der Autonomen Demokratie im Norden Syriens auf sehr schöne Art und weise näher. Schaut euch den Film an und unterstützt die Macher*innen!

Diskussionsrunde und Infos zu Rojava – Mi. 7.12.16 Luzern

ESSEN + AUSTAUSCH + Infoabend zur aktuellen Situation in Rojava (Nordsyrien)

19 Uhr – Essen
20.30 Uhr – Infos aus Rojava, dem Norden Syriens
Ort: Bistro
Eintritt: Freie Preise

Im Norden Syriens kämpfen Kurd*innen für ein selbstbestimmtes Leben. Leicht ist das angesichts der militärischen Auseinandersetzungen mit radikalislamischen Gruppen wie IS nicht. Wir informieren uns über die aktuelle Situation, Herausforderungen und Hoffnungen.


Mondoj ist ein antirassistischer Treffpunkt und Austausch. Am Mondoj-Abend im Neubad wird gegessen, vernetzt, diskutiert und informiert über aktuelle Projekte. Mit den Einnahmen aus dem Abendesen wird die Autonome Schule Luzern unterstützt. Sie ist ein selbstorganisiertes Bildungsprojekt von Leuten mit verschiedenen Aufenthaltstiteln.
Mehr Infos: https://autonomeschuleluzern.wordpress.com/

Rehabilitationszentrum für Kriegstraumatisierte Kinder (Projekt von Heyva Sor a Kurdistane CH)

Neben unserer Info und Filmwand gesellt sich seit dieser Woche auch der Info und Essensstand von Heyva Sor a Kurdistane dazu. Zusammen werden wir in den kommenden Wochen kochen, essen, musizieren, spielen, Filme schauen, diskutieren und einander besser kennenlernen! Alle Spenden während dieser Zeit fliessen in das geplante Spendenaufruf für Rehabilitationszentrum Kinder in Rojava!

Ab Mittwoch 31.08. gibt es zudem eine beeindruckende Fotoausstellung aus Afrin und Cizre zu sehen. Der Fotograpf Manu Friederich stellt einige seiner Bilder aus! Am Abend folgt der Themenabend zur Frauenbefreiung mit dem Film über die YPJ und einem LIVE-Interview mit einer YPJ Kommandantin aus Afrin!

Kommt vorbei, ab 12 Uhr gibt es täglich Essen, Kinderprogramm & Fotoausstellung und um 20Uhr folgt der Film, am 31.08. anschließend mit live YPJ-Interview (wenn es die Kriegssituation zulässt).

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In den nächsten Tagen folgen noch Konzerte und weitere Filmvorführungen. Auf dem laufenden bleibt ihr hier auf dem Blog oder auf Facebook.

Zwei Wochen „Perspektiven bauen“ am NeustadtLab

Anlässlich der autofreien Schützenmatte besetzen wir einige Parkfelder um auf die Situation in Rojava aufmerksam zu machen, zusammen zu diskutieren und Filme zu schauen. Tagsüber gibts einige interessante Infos, Broschüren und Plakate zum begutachten und jeweils am Sonntag und am Mittwoch gibts Filmabende, nächsten Donnerstag (25.8.) zudem eine Diskussion zur Lage von Öcalan und seiner Rolle für die kurdische Freiheitsbewegung.

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Veranstaltungen ab 19Uhr, Film ab 20Uhr

Erlebnisbericht: Daesh-Attack in Qamishli

Unser Freund aus Qamishli ist kurz nach dem IS-Anschlag von einem Ausflug zurückgekommen. Hier sein Bericht über das Erlebte.

We arrive three hours after the explosion. I don’t recognize the place. All the marks of it – the blue barrier, the writing on the wall, the small shop at the corner where I used to buy cigarettes, the pharmacy on the other side where Ronahî, Bakûr and Gulan were drinking tea with the shopkeeper with the abnormally built torso last week – are dust and rubble. I must be mistaken. But the flags and banners flying in the distance at either end of the long main street, tell me that this is the place.

Everywhere there are people. Many are helping to clear the rubble, many are watching, filming the carnage with their mobiles, some are crying. Several cranes and baggers are slowly clearing away the debris, trying to lift up the concrete floors that have caved in like a cardhouse. The still air carries a stench of dust, gasoline, and burned meat.

Qamishli Daesh Anschlag 2

I maneuver through the crowd and the mounds of rubble that were once an apartment block. Through a small hole I look into a basement that hasn’t caved in. When I turn away I hear a voice. There are two people trapped down there. One is conscious. Within seconds dozens of people crowd around the small hole. Slabs of concrete are dangling over our heads from the storeys above like a damocles sword, still half-attached to the metal rods sprouting from the holes.

We start clearing the rubble on the other side of the street, with the faint hope that someone might have miraculously survived beneath the stones. With every brick I lift up a small knot of panic tightens in my chest. I don’t want to know what’s beneath it. But then there’s no mangled body. Just more dust and rubble.

A blonde teenager stumbles through the wreckage. She says she knows me from the youth center, but that she forgot my name. I tell her and ask for her’s. She’s Viyan. “It smells like blood” she says. Her aunt and cousin were at the site when it happened. They were brought to the hospital. How are they? “Gone.”

Qamishli Daesh Anschlag

 In silence we work. From time to time we find bits of charred meat and skin, barely recognizable as belonging to a human. For a second I wonder whether it’s from someone I know. We collect the pieces in black plastic bags and bring them to the ambulances.

Some bizarre objects stick out from the debris. A spool of red wool. A highway map of southern Germany. A fridge, the contents of which are still cool and fresh. The hospitals call for urgent blood donations so we leave. I’m incredibly hungry. When I try to sort my emotions I find only one that I can bear feeling right now. And while we walk back into the normal world one thought circles my head and subdues the rest.

The enemy will pay.

The enemy will pay.

The enemy will pay.

Im Video die ersten Minuten direkt nach dem Anschlag, mit einer weiteren Explosion.