Anja Flach: Lesung & Kommentar zu Sakine Cansız Biografie

Sakine Cansiz (Sara) war Gründungsmitgliederin der PKK und wurde 2013 zusammen mit zwei weiteren Genossinnen bei einem politischen Attentat in Paris ermordet. Ihr ganzes Leben widmete Sara dem Widerstand gegen Unterdrückung.

veranstaltung_sakine_anja
Für die kurdische Freiheitsbewegung und dort insbesondere für die Frauen ist Sara eine wichtige Kämpferin. Ihr Einsatz für die Befreiung der unterdrückten Bevölkerung Kurdistans, ihre langjährige, von Folter durchzogene Inhaftierung und ihr ungebrochener Kampfgeist sind zentrale Punkte ihrer Lebensgeschichte.

Anja Flach wird uns die Biografie von Sakine Cansiz näher bringen und über die kurdische Frauen- & Freiheitsbewegung berichten. Anja Flach war selbst Teil der kurdischen Guerilla und in den 90er Jahren in den Bergen Kandils. Zudem wird sie am Samstag 29.10. in Basel und am 30.10. in Zürich zu anderen Themen zu sehen bzw. hören sein.

28.10.16 | 19 Uhr | Kurdischer Kulturverein | Fischermättelistr. 6 | Bern

„Widerstand statt Angst“ – Gespräch mit Diyarbakirs Co-BürgermeisterIn

Wir hatten die Möglichkeit die Diyarbakirs Co-Bürgermeisterin Gültan Kışanak und Firat Anli zu treffen und sie zu den aktuellen Ereignisse in der Türkei zu befragen:

kisanak-und-anli

Amed (türkisch Diyarbakır) wurde im Winter Schauplatz heftiger, kriegerischer Auseinandersetzungen. Ende 2015 wurden in allen Teilen des historischen Stadtteils „Sur“ Ausgangssperren ausgerufen, welche länger als 100 Tage in Kraft blieben. Dazu begann das türkische Militär den Stadtteil mit Artillerie, Panzern und Spezialeinheiten anzugreifen.

Kräftiger Widerstand und entschlossene Selbstverteidigungsstrukturen erschwerten dem Militär das Eindringen ins Quartier. Häuserkämpfe und Bombardements hielten monatelang an. Scharfschützen schossen auf alles was sich bewegte, egal ob Kinder, Helfer*innen oder verletzte Zivilisten. Viele der über 50’000 Einwohner*innen des Stadtteils mussten das umkämpfte Gebiet verlassen. Nur dank der grossen Solidarität der restlichen Stadtbevölkerung konnten die vielen tausend Flüchtlinge im nahen Umkreis von Sur untergebracht werden.

Mitte März 2016 wurde die Ausgangssperre in einigen Viertel Surs gelockert. Den rückkehrenden Einwohner*innen wurde von Seiten der kurdischen Bewegung und der Stadtverwaltung geholfen, so wurden Häuser und Infrastruktur wieder repariert. Zum heutigen Zeitpunkt konnten rund 90% der Bevölkerung wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Jedoch wurden in fünf Distrikten die Ausgangssperren aufrecht erhalten. Sie sind sind bis Heute nicht zugänglich und ihren ehemaligen Bewohner*innen bleibt keine Hoffnung auf eine Rückkehr. Denn dort wurden 2’000 Häuser komplett zerstört, zudem wurden historische Kulturgüter wie Kirchen und Moscheen im Zuge der neuen Raumplanung (Breitere Strassen, neue Polizeiposten..) abgerissen. Das ganze Viertel wurde komplett zerstört. Rund 23’000 Menschen – ehemalige Bewohner*innen und Gewerbetreibende – sind davon betroffen. 6’400 Familien wurden so Obdachlos. Ihnen bietet der Staat lächerlich kleine Entschädigungen an. Die „Entschädigungen“ werden von den meisten Vertriebenen jedoch nicht akzeptiert. Der Staat hat den Plan alle Bewohner*innen des Stadtteils zu enteignen und Sur zu verstaatlichen. So dass grosse Baukonzerne neu bauen können und private Investoren die Liegenschaften kaufen können. Es wird versucht gegen die Enteignungen und gegen die Zerstörung der Häuser juristisch vorzugehen, dazu wurden bereits über 1500 Klagen eingereicht. Im ganzen kurdischen Gebiet der Türkei leben zurzeit 400’000 Menschen, denen ihre Unterkunft vom türkischen Staat zerstört wurden und die kein Zuhause mehr haben.

Der Co-Bürgermeisterin war es wichtig, trotz der grossen Zerstörung des Stadtteils Sur darauf aufmerksam zu machen, dass es kleinere Städte wie z.B. Şırnak noch viel härter traf und trifft. Şırnak (liegt im strategisch wichtigen Dreiländereck Türkei/Syrien/Irak) wird nach wie vor militärisch Belagert und die Auseinandersetzungen dauern an.

Angriff auf Presse                                                                                                                Gülten und Firat kamen auch auf die seit langem schlecht dastehende Pressefreiheit in der Türkei zu sprechen. Die laufenden Angriffe auf die Journalist*innen und Medienstationen sind nicht besonders neu. Bereits in den 90er Jahren kam es vermehrt zu Razzien, Festnahmen und Schliessungen kurdischer und oppositioneller Medien. Jedoch hat die Intensität des Angriffes massiv zugenommen. So wurden bei früheren Aktionen Pressematerial wie Kameras, Computer, Tonaufnahmegeräte usw. nicht beschlagnahmt. Bei den aktuellen Aktionen, die sich gegen jegliche oppositionelle Presse stellen, sieht dies anders aus. Neben den Festnahmen wird jetzt auch gleich das komplette Material beschlagnahmt und die Medienhäuser geschlossen. Alle oppositionellen Medien sind davon betroffen, zudem werden sogar Fernsehsender mit ausschließlich Musik- oder Kinderprogramm geschlossen. Diese ganzen Aktionen werden dank dem Ausnahmezustand, welcher seit dem Putschversuch in Kraft ist ohne Gerichtsbeschluss und direkt vom Staat durchgeführt. Die BürgermeisterIn stellten die Frage in den Raum, was nach dem Kahlschlag der oppositionellen Presse folgen wird. Die Antwort darauf ist sehr wahrscheinlich wenig erfreulich…

Entmachtung der Stadtverwaltungen                                                                           Auch auf die aktuellen Entmachtungen der kurdischen Stadtverwaltungen wurde eingegangen. In den letzten Wochen wurden 28 demokratisch gewählte Stadtverwaltungen (auch die des Stadtteils Sur) direkt vom türkischen Staat entmachtet. 21 BürgermeisterInnen befinden sich in Untersuchungshaft. Rund drei Millionen Menschen leben in diesen Gebieten, die nun unter Zwangsverwaltung gestellt wurden. Die Angriffe auf die Stadtverwaltungen sind Angriffe gegen die ganze kurdische Bewegung, gegen ihre Selbstverwaltung und insbesondere auch gegen die Frauen. Denn ihre Organisierung wird von den eingesetzten, türkischen Treuhänder als erstes ins Visier genommen. Widerstand gegen die Entmachtungen kommt unter Anderem von den Partnerstädten. Beispielsweise die Partnerstadt von Sur, Çanakkale anerkannte den neu eingesetzten türkischen Treuhänder Surs nicht an und gab zu verlauten, sie hätten eine Partnerschaft mit der Bevölkerung von Sur, nicht mit dem Zwangsverwalter.

Gülten Kisanak erwähnte eine Anekdote von einem Treffen mit dem abgesetzten türkischen Ministerpräsidenten Davutoğlu. Als Davutoğlu Diyarbakır besuchte, wurde er gefragt, ob er die schlimmen Zustände, welche der Krieg geschaffen hat nicht sehe? Er antwortete: „Ich sehe sie schon, aber wer erklärt das dem Führer?“ Mit dem „Führer“ war Erdogan gemeint, und Davutoğlu ist alles andere als ein Freund der kurdischen Bewegung…

Zum Abschluss wurde deutlich gesagt, dass trotz der brutalen staatlichen Angriffe der Widerstand ungebrochen und stark weitergeht. Die kurdische Bewegung wird nicht von der Angst gelähmt, sondern vom Widerstand angetrieben!

Serkeftin!

Kommende Veranstaltungen

– Do. 22. Sep 2016, 19 Uhr; Linkes Zentrum Mathilde Müller (Jahnstr. 47/1, VS-Schwenningen) Zusammen mit dem Revolutionärer Aufbau Schweiz werden wir in Villingen über die Lage in Rojava und Sengal berichten. Darüber wie wir die Revolution in Rojava/Sengal unterstützen können und was wir aus ihr lernen können, um unsere Kämpfe hier zu verstärken.
solidaritc3a4t
 
– Sa. 24. Sep 2016; ab 18Uhr, Brache, Lorraine, Bern – Am Anarchistisches Quartierfest wird Rojava gleich mehrmals Thema sein. Einerseits werden wir mit den solidarischen Freunden von Jeteur de Pierres und Fr(A) Strassenkunst zum Kauf anbieten um mit dem Erlös unsere Projekte zu unterstützen. Andererseits wird über die laufende Kampagne der Secours Rouge zum Blutstoppmittel #Celox informiert, dazu gibt es aktuellste Informationen aus Rojava/Nordsyrien und Sengal/Irak.
14390999_698960203585672_1146758561436892067_n
 
– Mo. 26. Sep 2016 – 19:30 Uhr, AKuT, Thun – Anlässlich des Themenmonates „80 Jahre Spanischer Bürgerkrieg“ werden wir mit euch über Parallelen zwischen Rojava und Spanien sprechen. Ist Rojava 2016 vergleichbar mit Spanien 1936?
Plaki-September11

Rehabilitationszentrum für Kriegstraumatisierte Kinder (Projekt von Heyva Sor a Kurdistane CH)

Neben unserer Info und Filmwand gesellt sich seit dieser Woche auch der Info und Essensstand von Heyva Sor a Kurdistane dazu. Zusammen werden wir in den kommenden Wochen kochen, essen, musizieren, spielen, Filme schauen, diskutieren und einander besser kennenlernen! Alle Spenden während dieser Zeit fliessen in das geplante Spendenaufruf für Rehabilitationszentrum Kinder in Rojava!

Ab Mittwoch 31.08. gibt es zudem eine beeindruckende Fotoausstellung aus Afrin und Cizre zu sehen. Der Fotograpf Manu Friederich stellt einige seiner Bilder aus! Am Abend folgt der Themenabend zur Frauenbefreiung mit dem Film über die YPJ und einem LIVE-Interview mit einer YPJ Kommandantin aus Afrin!

Kommt vorbei, ab 12 Uhr gibt es täglich Essen, Kinderprogramm & Fotoausstellung und um 20Uhr folgt der Film, am 31.08. anschließend mit live YPJ-Interview (wenn es die Kriegssituation zulässt).

14115399_1420895451259662_278615327032841885_o

In den nächsten Tagen folgen noch Konzerte und weitere Filmvorführungen. Auf dem laufenden bleibt ihr hier auf dem Blog oder auf Facebook.

Zwei Wochen „Perspektiven bauen“ am NeustadtLab

Anlässlich der autofreien Schützenmatte besetzen wir einige Parkfelder um auf die Situation in Rojava aufmerksam zu machen, zusammen zu diskutieren und Filme zu schauen. Tagsüber gibts einige interessante Infos, Broschüren und Plakate zum begutachten und jeweils am Sonntag und am Mittwoch gibts Filmabende, nächsten Donnerstag (25.8.) zudem eine Diskussion zur Lage von Öcalan und seiner Rolle für die kurdische Freiheitsbewegung.

S7001161

Veranstaltungen ab 19Uhr, Film ab 20Uhr

Erlebnisbericht: Daesh-Attack in Qamishli

Unser Freund aus Qamishli ist kurz nach dem IS-Anschlag von einem Ausflug zurückgekommen. Hier sein Bericht über das Erlebte.

We arrive three hours after the explosion. I don’t recognize the place. All the marks of it – the blue barrier, the writing on the wall, the small shop at the corner where I used to buy cigarettes, the pharmacy on the other side where Ronahî, Bakûr and Gulan were drinking tea with the shopkeeper with the abnormally built torso last week – are dust and rubble. I must be mistaken. But the flags and banners flying in the distance at either end of the long main street, tell me that this is the place.

Everywhere there are people. Many are helping to clear the rubble, many are watching, filming the carnage with their mobiles, some are crying. Several cranes and baggers are slowly clearing away the debris, trying to lift up the concrete floors that have caved in like a cardhouse. The still air carries a stench of dust, gasoline, and burned meat.

Qamishli Daesh Anschlag 2

I maneuver through the crowd and the mounds of rubble that were once an apartment block. Through a small hole I look into a basement that hasn’t caved in. When I turn away I hear a voice. There are two people trapped down there. One is conscious. Within seconds dozens of people crowd around the small hole. Slabs of concrete are dangling over our heads from the storeys above like a damocles sword, still half-attached to the metal rods sprouting from the holes.

We start clearing the rubble on the other side of the street, with the faint hope that someone might have miraculously survived beneath the stones. With every brick I lift up a small knot of panic tightens in my chest. I don’t want to know what’s beneath it. But then there’s no mangled body. Just more dust and rubble.

A blonde teenager stumbles through the wreckage. She says she knows me from the youth center, but that she forgot my name. I tell her and ask for her’s. She’s Viyan. “It smells like blood” she says. Her aunt and cousin were at the site when it happened. They were brought to the hospital. How are they? “Gone.”

Qamishli Daesh Anschlag

 In silence we work. From time to time we find bits of charred meat and skin, barely recognizable as belonging to a human. For a second I wonder whether it’s from someone I know. We collect the pieces in black plastic bags and bring them to the ambulances.

Some bizarre objects stick out from the debris. A spool of red wool. A highway map of southern Germany. A fridge, the contents of which are still cool and fresh. The hospitals call for urgent blood donations so we leave. I’m incredibly hungry. When I try to sort my emotions I find only one that I can bear feeling right now. And while we walk back into the normal world one thought circles my head and subdues the rest.

The enemy will pay.

The enemy will pay.

The enemy will pay.

Im Video die ersten Minuten direkt nach dem Anschlag, mit einer weiteren Explosion.

Brief aus Rojava

Anlässlich der Soliwoche hat unser Genosse aus Rojava eine Grussbotschaft verfasst. Viel Spass beim lesen:

Eine verrückte Woche. Sie begann mit der Nachricht eines erneuten
Daesh-Angriffs in Nizza am französischen Nationalfeiertag, die schon
kurz darauf von den Neuigkeiten über einen Putsch in der Türkei abgelöst
wurden. Ich war den Abend zu Besuch bei türkischen Genoss*innen. Nach
einem entspannten Abendessen schlug die Stimmung schnell in verhaltene
Euphorie um, als die über den Bildschirm flimmernden Berichte über
Kämpfe des Militärs gegen die Polizei die Hoffnung auf einen
Zusamenbruch des türkischen Staats aufflammen ließen.

Auch auf den Straßen Rojavas war der Putschversuch am nächsten Morgen in
aller Munde. Es herrschte eine allgemeine Stimmung der nervösen Freude
ob des scheinbar bevorstehenden Falls von Erdogans Regime und die
Enttäuschung war entsprechend groß, als der Umsturz schon gegen Mittag
als gescheitert gemeldet wurde.

In ihrem Hass auf Erdogan offenbart sich eine seltene Einigkeit zwischen
den sonst verfeindeten Lagern der Revolutionärinnen, KDPlern und
Baathistinnen. Selbst Daesh kann ihm glaube ich nicht mehr viel
abgewinnen. Ein paar Genoss*innen fiel die unpopuläre Rolle der Stimme
der Vernunft zu, als sie anmerken ließen, ein Putsch könnte die
politischen Fortschritte in der Türkei und Nordkurdistan um Jahre
zurückwerfen und genausogut bedeuten, dass wir uns morgen über Rojavas
Mangel an Luftschutzbunkern ärgern müssen. Die Annahme, dass putschende
türkische Militärs unserem revolutionären Projekt wohlgesonnnen sind,
ist erfahrungsgemäß doch etwas fehlgeleitet.

Wer auch immer den gescheiterten Putsch dirigiert hat, der größte
Profiteur ist eindeutig Erdogan, dessen aktuelle Säuberungen des
Saatsapparates anscheinend recht gut vorbereitet waren.
Tausende sind in den Tagen nach dem Putschversuch in Nordkurdistan auf
die Straße gegangen, einem Aufruf des KCK folgend. Der neue Exzess von
Staatsgewalt zusammen mit Yildirims und Erdogans Kommentaren zur
möglichen Wiedereinführung der Todesstrafe lassen viele mit Sorge nach
Imrali blicken, die Insel, auf der Öcalan seit Abschaffung der
Todesstrafe Anfang des Jahrtausends inhaftiert ist. Seit der Krieg in
Nordkurdistan erneut ausgebrochen ist, haben die Genoss*innen der
Guerrilla und YPS sehr defensiv gekämpft. Doch allen ist klar, sollte
Öcalan etwas zustoßen, dann werden Istanbul und Ankara schon bald den
Charme der Innenstadt Aleppos ausstrahlen.

In Rojava wurde im Frühling die Föderation ausgerufen, Qamişlo und
Nisêbîn wurden durch eine Mauer voneinander getrennt und simultan von
Assad und Erdogan mit Artillerie beschossen, und die Vereinigung aller
drei Kantone ist schon fast in greifbare Nähe gerückt.Mauerbau der Türkei gegen RojavaIm Februar haben die Kräfte des Demokratischen Syriens (QSD) den Euphrat überschritten und im Juni nach einem Scheinangriff auf Raqqa die Stadt Minbic
umzingelt. Die Eroberung der Stadt geht sehr langsam vorwärts, da Daesh
fast jedes Haus und jeden Straßenzug vermint hat und sich zudem noch
etwa eine Viertelmillion Zivilist*innen in der Stadt befinden. Die USA
unterstützen den Angriff nur widerstrebend, sie hatten verlangt, dass
die QSD zunächst auf Raqqa marschieren. Ihre Luftschläge haben im
letzten Monat Dutzende Einwohnerinnen und kämpfende Genossen das Leben
gekostet.

Die Sommerhitze hat eingesetzt und so sind wir trotz allen Kampfgeistes
froh, nicht in Minbic an der Front zu sein.Minbij liberationDa der Strom nur ab und an funktioniert, hängen unsere neuen Ventilatoren gerade recht nutzlos von der Decke. Wenn der heiße Ostwind weht, fühlt man sich, als sei man in einen riesigen Ofen geschoben worden.

Letzten Monat haben die Räte beschlossen, dass binnen zwei Jahren
mindestens 50% aller Dörfer Rojavas kommunalisiert werden sollen. Also
ohne Privatbesitz und mit kollektiver Verwaltung aller Güter und Landstücke. Die kommunalen Dörfer bekommen volle Unterstützung von den Volksräten. Wer dann weiterhin gerne Kapitalismus haben will, darf das auch, nur eben ohne uns.

Zum Jubiläum der Revolution – sowohl der von Rojava als auch der
spanischen – am 19. Juli haben wir die CNT-Hymne „A las Barricadas“ ins
Kurdische umgeschrieben und aufgenommen. Wir hoffen, sie gefällt euch.

In Solidarität und mit yuppieverachtenden Grüßen aus dem Herzen der
neuen Welt,

euer Salvador

Rojava/Bakur/Bashur an der Soliwoche im Rössli (Bern)

Vom 19. – 24. Juli findet die Gegenbewegung-Soliwoche im Rössli der Reitschule Bern statt. Während der ganzen Woche gibt es diverse Beiträge zu einem freieren Leben und wehniger Überwachung. Unter Anderem gibt es Buchvorstellungen, Workshops, Vorträge, Konzerte usw. Alles Rund um die Themen Repression, Sexismus, Kapitalismus… Auch Perspektiven Bauen wird an der Soliwoche vertreten sein. So finden am Samstag zwei Veranstaltungen statt. Am Nachmittag des 23.7. wird das LowerClassMagazine vor Ort sein und über ihre Reise durch Bakur berichten. Am Abend wird ein Genosse aus Deutschland über seine Erfahrungen und die Repression des Barzani Regimes gegenüber Rojavasolidarischen berichten!

Mehr Infos zur Soliwoche: https://soliwoche.blackblogs.org

Es wird eine spannende Woche mit viel Raum für Diskussionen, kommt vorbei!